Was ist Ingenieurpsychologie?

Die Ingenieurpsychologie ist eine relative unbekannte Teildisziplin der Psychologie mit einem enorm hohen Anwendungsbezug. Sie beschäftigt sich mit der Anwendung psychologischen Wissens auf die Gestaltung von Interaktionen zwischen dem Menschen und Produkten, Informationen oder Technik.

Das Ziel der Ingenieurpsychologie ist, diese Interaktionen wirklich menschengerecht zu gestalten. Dafür ist umfangreiches Wissen über wahrnehmungspsychologische, kognitive oder motorische Eigenschaften und Begrenzungen ebenso wichtig wie das Wissen über motivationale, soziale oder kommunikative Prozesse.

Bevor die Interaktionen mit Produkten, Informationen oder Technik jedoch gestaltet werden können, bedarf es einer validen Analyse der Anforderungen. Dazu greifen Ingenieurpsychologen auf die jeweils angemessenen Methoden der Psychologie zurück.

Die Ingenieurpsychologie bietet also sowohl Analyse- als auch Gestaltungswissen.

Die Zusammenarbeit von Psychologen mit Ingenieuren, Informatikern, Designern usw. ist bislang eher die Ausnahme. Dabei ist die interdisziplinäre Zusammenarbeit durch die zunehmende Vielfalt und Komplexität der Produkte und Informationen relevanter denn je.

Die Ingenieurpsychologie hat eine jahrzehntelange Tradition, die bislang vorwiegend akademischer Natur war. Das liegt u. a. an der üblicherweise geringen Technikaffinität von Psychologen und an dem sehr geringen Lehrangebot deutscher Universitäten im Fach Ingenieurpsychologie.

Mario Stoll, der Gründer von intelli-x, studierte Psychologie an einer Universität mit einer eigenen Professur für Ingenieurpsychologie und ist zusätzlich Diplom-Ingenieur. Mit dieser ausgesprochen seltenen Doppelqualifikation als Diplom-Psychologe und Diplom-Ingenieur ist er ein ausgewiesener Experte auf dem Gebiet der Ingenieurpsychologie.